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Drei Mann in einem Van

Aktualisiert: 12. März 2023


Oh süße Nostalgie!

Seit einer Woche läuft „Void Fill III“ bei mir in Dauerrotation. Obwohl die vier Songs – alle um die 3 Minuten 40 lang – schön eingängig sind und Ohrwurmcharakter haben, weisen sie zugleich genügend Abwechslung und Einfallsreichtum auf, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass die Musik Erinnerungen an meine Jugend und Adoleszenz weckt und mich daher mit süßer Nostalgie durchflutet. Mit ihrer interessanten Mischung aus Alternative Rock, Grunge, ein bisschen Stoner, Prog und Blues tauchen bruchstückhaft Songschnipsel und Bands vor meinem geistigen Ohr und Auge auf (Alice in Chains, Chevelle, Stone Temple Pilots, die frühen 30 Seconds to Mars,…), jedoch immer nur flüchtig, niemals greifbar. Denn STONETREE machen ihr eigenes Ding und entziehen sich somit direkten Vergleichen. Ist auch gut so!

„Void Fill III“ bietet durchdachtes Songwriting mit prägnanten Riffs, gelungenen Bridges und genialen gesanglichen Hooklines (z. B. „Closer“, „On the Mend“), die schnell in die Membran schießen und sich dort einnisten. Jeder der vier Songs haut sofort und unmittelbar rein, ob mit Daniels mitreißendem Basslauf in „Closer“, Christofs fettem Riff in „Green Mountain“ und sirenenartiger Gitarre in „Love on the Run“ oder der geilen Gesangshook von „On the Mend“, die in den Refrains wieder aufgenommen und höchst stimmig weiterentwickelt wird.

Gitarrist Christof überzeugt durchgehend mit variantenreichen, starken Stimmbändern sowie akzentfreiem Englisch und harmoniert in den mehrstimmigen Passagen wunderbar mit Drummer Christoph. Besonders im letzten Track „On the Mend“ kommt diese Mehrstimmigkeit sehr überzeugend zum Tragen. Eine insgesamt starke, druckvolle Produktion rundet das Werk ab.

Frisch, enthusiastisch und authentisch – mit viel Potential. Mehr davon! (Judith)



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